FAQ

    1. Was ist Hypnose / Trance?

      Diese Frage ist tatsächlich nicht so leicht zu beantworten, da (Stand jetzt) mir keine allgemeingültige Definition für Trance / Hypnose bekannt ist, daher versuche ich es einmal auf meine eigene Art zu beschreiben:
      Hypnose ist eine jahrtausendealte Technik, die Menschen in verschiedensten Situationen ganz natürlich für sich nutzen, um in eine sogenannte Trance zu gelangen.
      Laut Wikipedia ist Trance ein:

      – Zustand hochfokussierter Konzentration (auf einen Vorgang),
      – bei gleichzeitiger sehr tiefer Entspannung,
      – der die Ausschaltung des logisch-reflektierenden Verstandes beinhaltet.
      (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Trance)

      Demnach ist Trance ein Zustand starker Fokussierung, z.B. auf ein inneres Erleben. Typische Trance-Erfahrungen sind alle Ereignisse, die unsere (gesamte) Aufmerksamkeit auf sich ziehen, das kann ein interessantes Gespräch sein, ein Film, ein Buch, eine Tätigkeit oder anderes. In der Therapie spricht man häufig von sog. Problemtrancen (in Abgrenzung von Lösungstrance), was bedeutet, dass der / die Klient/in sich sehr stark auf sein / ihr Problem fokussiert (was natürlich Sinn macht, da das Problem häufig sehr belastend ist).

      Dem Punkt dem ich inzwischen vehement widerspreche, ist dass der „logisch-reflektierende Verstand“ ausgeschaltet würde. Dies ist aus meiner Sicht weder möglich noch nötig. In Anlehnung an Gunther Schmidt gehe ich inzwischen davon aus, dass die Einbindung und Wertschätzung unseres „bewussten“ Anteils einen leichteren und angenehmeren Zugang zu Trance-Prozessen erlaubt, dass dieser Anteil ansonsten ggf. sogar (und zwar völlig zu Recht) versucht die Trance zu sabotieren.
      Dies ist auch im Zusammenhang mit der Frage zu sehen, ob eine Person dem Hypnotiseur „ausgeliefert“ ist (s.u.).

      Typische Anzeichen einer Trance sind z.B. getrübtes Bewusstsein (Fokus auf die Innenwelt, Schläfrigkeit), Zeitverzerrung (Zeit scheint schneller oder langsamer zu vergehen), Amnesie / Gedächtnisausfall für eine bestimmte Zeit, usw.

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  1. Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

    Im Jahre 2006 erkannte der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie die Hypnose als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie in der Bundesrepublik Deutschland an.

    Der wissenschaftliche Beirat setzt sich zusammen aus Ärzten / Psychiatern und Psychotherapeuten, die für Anerkennung von Verfahren und Methoden der Psychotherapie in Deutschland zuständig sind.

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  1. Wie komme ich in Trance? Wie funktioniert Hypnose?

    Hypnose ist eine Einladung an unser Alltagsbewusstsein sich einmal zurückzulehnen und neugierig zu beobachten, was unser Unterbewusstsein, das nach momentanem Kenntnisstand ca. 90% unserer alltäglichen Handlungen kontrolliert, zu präsentieren hat. Dies lässt sich vergleichen mit einem Aufenthalt im (inneren) Kino. Das Bewusstsein ist dabei aktive/r Beobachter/in, der / die ggf. auch eingreift und Veränderungen vornimmt. Der Unterschied zum Alltagsbewusstsein ist lediglich, dass im Zustand der hypnotischen Trance der Fokus nach Innen gerichtet ist, wodurch es dazu kommen kann, dass äußere Reize vermindert oder gar nicht wahrgenommen werden.
    Was ist eigentlich dieses Unterbewusstsein? Unser Unterbewusstsein ist eine Art von „Autopilot“ der neben der Steuerung unserer körperlichen Funktionen (Blutdruck, Immunsystem, An- und Entspannung…) auch für viele Punkte unseres alltäglichen Verhaltens verantwortlich ist (z.B. müssen wir uns nicht jeden Tag überlegen, wie wir zur Arbeit kommen). Dementsprechend ist unser Unterbewusstsein auch für viele Prozesse, die wir als unangenehm, störend oder „krankhaft“ empfinden, zuständig. Mit Hypnose lässt sich auf diese Prozesse bewusst Einfluss nehmen.


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  1. Bin ich dem Hypnotiseur (in der Hypnose) ausgeliefert?

    Kurze Antwort: Nein

    Längere Antwort: Entgegen des Eindrucks vieler Menschen, handelt es sich bei dem Zustand der Trance / Hypnose um einen Zustand erhöhter Kontrolle. Das Bewusstsein ist während der Trance in der Lage in die eigenen inneren Filme einzugreifen und so eine Veränderung der Situation herbeizuführen. Wie sind während der Trance in der Lage uns mit unserem „Autopiloten“ auszutauschen, zu verhandeln und Verständnis dafür zu entwickeln, warum wir handeln, wie wir handeln.

    Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose!
    Das bedeutet, dass im Gegensatz, zu dem was uns z.B. Showhypnotiseure glauben machen wollen, es keine Möglichkeit gibt, das Unterbewusstsein eines Menschen zu „kapern“ und ihn Dinge tun zu lassen, die er nicht tun will. Bei Hypnose-Shows werden durch Tests und Aufbau von Druck die Personen herausgesucht, die entweder dem Hypnotiseur gerne zu Diensten sind oder die sich von ihm so sehr unter Druck setzen lassen, dass sie sich seinem Willen beugen.

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  1. Bekomme ich etwas von der Hypnose mit?

    Kurze Antwort: Ja, Sie bekommen alles mit.

    Lange Antwort: Hypnose ist kein Schlaf und auch kein Zustand völliger Willenlosigkeit (s.o.)! Es gibt verschiedene Trance-Tiefen, die das Bewusstsein in unterschiedlichem Maße eintrüben. Die meisten Menschen brauchen Zeit und Übung, um bewusst tiefe Trance-Zustände zu erreichen. Glücklicherweise sind diese allerdings für die meisten Behandlungen nicht notwendig. Der Klient greift vielmehr bewusst auf Unbewusstes zu, dies ist im Schlaf eher nicht möglich!

    Hypnose ist ein aktiver Prozess (Selbsthypnose), bei dem der Klient selbstständig und bewusst in Begleitung des Therapeuten in Kontakt mit seinem Unbewussten tritt. Dies ist häufig nicht so spektakulär wie es sich anhören mag. Häufig ist es lediglich ein Zustand leichter Schläfrigkeit / Entspannung und des Wohlgefühls und kann gelegentlich zu einer „Ent-Täuschung“ (dem Beenden einer Täuschung) führen.
    Die Wirksamkeit der Hypnose wird hierdurch allerdings nicht beeinträchtigt!

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  1. Was bedeutet „hypnosystemische Therapie“?

    Die systemische (Familien)Therapie ist eins der drei anerkannten psychotherapeutischen Richtlinienverfahren (für approbierte Psychotherapeuten). Die Grundidee dieses Ansatzes ist, dass ein Mensch seine Welt (und damit auch seine Schwierigkeiten) selbstständig (im Einvernehmen mit anderen (seinem System)) in seinem Kopf konstruiert. Ein Problem wird dabei auch als eine „Problemtrance“ bezeichnet (Fokussierung auf das Problem, Ausblenden von anderen Sichtweisen). Der hypnotische Ansatz von Milton Erickson, aus dem auch das NLP (Neuro-linguistisches-Programmieren) hervorging, entwickelte sich Mitte des 20 Jh. Dieser Ansatz nahm großen Einfluss auf die Entwicklung der systemischen Theorie und Denkweise.

    Hypnosystemisch bezieht sich dabei vor allem auf die Werthaltung (mehr hierzu finden Sie auch auf der Seite „Über mich“) sowie auf die Idee, dass Probleme und Störungen immer innerhalb eines inneren oder äußeren Systems entstehen und dabei bestimmten Dynamiken / Mustern folgen.

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  1. Was macht Hypnose so besonders?

    Hypnose / Trance ist ein Zustand in dem Austausch zwischen „ich und mir“ stattfinden kann. Unser Unterbewusstsein / Autopilot nimmt bereits seit unserer Geburt (oder ggf. sogar noch davor) Informationen auf und speichert diese, um in Situationen, in denen schnelles Handeln gefragt ist, kompetent reagieren zu können. Unser Autopilot handelt grundsätzlich in unserem besten Interesse und trifft im Rahmen seiner Möglichkeiten, grundsätzlich die beste mögliche Entscheidung! Manchmal sind wir dennoch unglücklich mit den Entscheidungen die wir selber treffen, z.B. würden wir uns vielleicht gerne weniger aufregen und in einer Situation ruhig bleiben oder standhaft gegenüber einer anderen Person. Mit Hilfe von Hypnose kann ein neues Verständnis des eigenen Verhaltens und seiner Herkunft geschaffen werden und entsprechende Veränderungen vorgeschlagen.

    Das Interessante ist, dass Hypnose (im Gegensatz zu vielen anderen Therapieformen) die rechte Hälfte des Gehirns (Emotion), statt Logik (linke Gehirnhälfte) nutzt, was dazu führt, dass es auch bei Schwierigkeiten die man „schon 1000x durchdacht hat“, zu neuen Lösungen kommen kann.

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  1. In welchen Fällen lässt sich Hypnose einsetzen?

    Hypnose und Hypnosystemik lassen sich bei einer Reihe von Schwierigkeiten und Störungsbildern einsetzen:

    – Depressionen
    – Burn-Out (auch Prävention)
    – Schlafstörungen
    – Ängste und Phobien
    – Psychosomatische Störungen
    – Krisenmanagement
    – Steigerung des Selbstwerts
    – Lebensorientierung
    – uvm.

    Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne!

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  1. Wieviel Sitzungen brauche ich? Wann kann ich mit Erfolgen rechnen? Was muss ich mitbringen?

    Hypnose, wie auch andere Therapieformen, benötigt vor allem ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Therapeut. Des Weiteren ist das Vertrauen in die Therapieform und auch in die Kraft der eigenen Gedanken nützlich. Aus diesem Grund ist eine eindeutige Aussage darüber wieviel Sitzungen jemand „braucht“ und wann mit Erfolgen zu rechnen ist, nicht eindeutig definierbar, sondern von Person zu Person und von Problem zu Problem unterschiedlich. Manchmal reichen schon wenige Sitzungen, andere Menschen nehmen sich mehr Zeit. Grundsätzlich ist aus meiner persönlichen Sicht, allerdings auch der Prozess selbst, unabhängig von seiner Länge immer sinnvoll und gut, da jeder Therapieprozess zum eigenen Selbstverständnis, Stärkung des Selbstwerts und der inneren Ruhe beiträgt (oder zumindest sollte).

    Aus systemischer Sicht ist das Symptom (z.B. die Depression) auch häufig nur der Bote, den es nicht zu bekämpfen gilt, sondern dessen Botschaft es zu verstehen gilt, um ein gutes Leben führen zu können.

    Grundsätzlich setze ich Hypnose in Absprache mit Ihnen dann ein, wenn es für den Prozess als hilfreich erachtet wird. Hypnose ist kein Allheilmittel, was Wunderkräfte hat, je nach Problemlage kann das „normale“ therapeutische Gespräch, deutlicher zu Heilungsprozess beitragen.

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  1. In welchen Fällen sollte man auf Hypnose verzichten (Kontraindikationen)?

     

    Bitte werfen Sie einen Blick auf die Seite Kontraindikationen.

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  1. Fragen?

    Kontaktieren Sie mich! Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung (–> Kontakt).

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